Die Karrierenews KW 43: mehr Gehalt oder mehr Flexibilität?

Shownotes

`## Wichtigster Satz der Folge

„Ein guter Karriereschritt muss zu euren Fähigkeiten, eurer finanziellen Planung und eurem Leben passen.“


Die Themen im Detail

Block 1 – Gehalt und Tarifpolitik

Metall und Elektroindustrie: Weiter kein Angebot vor der zweiten Runde

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung. Nach der ersten Runde liegt weiterhin kein Arbeitgeberangebot vor. Die zweite Runde beginnt am 27. Oktober, nach dem Ende der Friedenspflicht am 31. Oktober sind Warnstreiks möglich. Wir erklären, warum eine Tarifforderung noch kein fest einplanbares Gehaltsplus ist.

→ IG Metall, aktualisiert am 19.10.2026

Beamtenbesoldung: Gesetzliche Klärung bleibt ein Konfliktthema

Beim Bund geht es weiter um die endgültige gesetzliche Regelung der Besoldung. Parallel schließen sich in Hessen vier Verbände zu einer Allianz für gerechte Besoldung zusammen. Was Bewerber im öffentlichen Dienst unterscheiden sollten: Tarifstelle oder Beamtenstelle, Bund oder Land, angekündigte Anpassung oder verbindliche Regelung.

→ kununu zur Bundesbesoldung, 20.10.2026

→ dbb Hessen zur neuen Allianz, 21.10.2026

DOKOM21: Festes Gehaltsplus oder variable Vergütung?

Laut ver.di bot der Arbeitgeber zum Tarifauftakt keine allgemeine Entgelterhöhung an. Stattdessen stand eine an Unternehmensziele gekoppelte Ausschüttung im Raum. Die Gewerkschaft brach die erste Runde ab. Für eure eigenen Gehaltsverhandlungen: Festgehalt und mögliche Boni getrennt betrachten und die Bedingungen variabler Zahlungen genau prüfen.

→ ver.di zur Tarifrunde DOKOM21, 20.10.2026

Block 2 – Bewerbung und Recruiting

Gehaltsverhandlung: Die neue Stelle zählt, nicht nur das bisherige Gehalt

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie sieht vor, Fragen nach der bisherigen Gehaltsentwicklung zu untersagen und Bewerber rechtzeitig über das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne zu informieren. Die konkrete Rechtswirkung hängt unter anderem von der nationalen Umsetzung und der Art des Arbeitgebers ab. Unser praktischer Ansatz: Gehaltswünsche mit Aufgaben, Erfahrung und Vergleichswerten begründen.

→ Business Punk zur Gehaltsverhandlung, 20.10.2026

→ IHK Köln zu Richtlinienvorgaben und Rechtslage

Tilda: Eine KI führt das erste Bewerbungsgespräch

Arveum stellt eine KI-Recruiterin vor, die strukturierte Sprachinterviews im Browser führt und Ergebnisse für die Personalabteilung aufbereitet. Laut Anbieter soll der Inhalt der Antworten im Mittelpunkt stehen; die endgültige Entscheidung bleibt bei Menschen. Wir besprechen, warum konkrete Beispiele für Aufgaben und Ergebnisse bei der Vorbereitung helfen – und warum ein Fairnessversprechen noch kein Nachweis für eine faire Bewertung ist.

→ StartupValley zu Arveum Tilda, 22.10.2026

Claude Duet: KI-Agenten arbeiten im Hintergrund

Anthropics neuer Agent soll Informationen aus verbundenen Anwendungen zusammenführen und übertragene Aufgaben bearbeiten. Der Start erfolgt als Forschungsvorschau über eine Warteliste in den USA. Wir unterscheiden bestätigte Funktionen von möglichen Anwendungen im Recruiting und erklären, warum übersichtliche, gut auslesbare Bewerbungsunterlagen sinnvoll bleiben.

→ Anthropic zur Vorstellung von Claude Duet, 21.10.2026

→ InSys zur Einordnung von KI-Agenten

Block 3 – Berufsleben und Vereinbarkeit

Homeoffice erweitert den Suchradius – und die Pendeldistanz

Eine IAB-Untersuchung zeigt: Bei Büroberufen stieg die durchschnittliche Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz von 27,5 Kilometern vor 2020 auf 32 Kilometer Ende 2023. Längere Wege bedeuten bei weniger Präsenztagen aber nicht automatisch mehr wöchentliche Pendelzeit. Wie ihr Fahrtkosten, Zeitaufwand und Anwesenheitspflichten bei einem Jobangebot zusammenrechnet.

→ IAB-Forum zu mobilem Arbeiten, Pendelwegen und Wohnorten

→ arbeitsblog, 19.10.2026

Rückkehr ins Büro: Auf die Vereinbarung kommt es an

Ob ein Arbeitgeber Homeoffice einschränken darf, hängt unter anderem vom Arbeitsvertrag, Zusatzvereinbarungen und möglichen Betriebsvereinbarungen ab. Auch Interessenabwägung und Mitbestimmung können relevant sein. Warum ihr mobile Arbeit möglichst konkret vereinbaren und bei einer Rückkehranordnung zuerst die geltenden Absprachen prüfen solltet.

→ Personalwirtschaft zu den Grenzen von Rückkehranordnungen, 23.10.2026

Angehörigenpflege: Vereinbarkeit wird zur Karrierefrage

Bertelsmann Stiftung und Prognos beziffern die pflegebedingten Einschränkungen der Erwerbstätigkeit 2026 auf rechnerisch rund 184.000 Vollzeitstellen. Bis 2045 könnten es etwa 229.000 sein. Das sind zusammengefasste Arbeitsvolumina, nicht die Zahl betroffener Menschen. Wir sprechen über flexible Arbeitszeiten, Unterstützung und die Folgen längerer Teilzeit für Einkommen und Altersvorsorge.

→ Bertelsmann Stiftung, 20.10.2026

Block 4 – Karriereplanung und Arbeitsmarkt

Branchenwechsel: Viele bleiben trotz wirtschaftlichen Umbruchs

Eine aktuelle Einordnung des IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radars weist auf geringe Wechselaktivität zwischen Branchen hin. Unsicherheit und der Wunsch nach Sicherheit können dabei eine Rolle spielen. Unser Ansatz für eure Planung: übertragbare Fähigkeiten erkennen, Stellen in anderen Branchen vergleichen und Qualifikationslücken gezielt schließen.

→ IBB zum Branchenwechsel-Radar, 21.10.2026

Industrielle Jobs: Politische Vorgaben beeinflussen Beschäftigungschancen

Golem berichtet über eine Fraunhofer-Analyse, nach der veränderte europäische Rahmenbedingungen das Entstehen von bis zu 344.000 neuen Arbeitsplätzen gefährden könnten. Die Zahl beschreibt ein Szenario für mögliche neue Stellen, keine angekündigten Entlassungen. Welche Fragen zu Investitionen und Zukunftsprodukten bei der Arbeitgeberwahl helfen können.

→ Golem zur Fraunhofer-Studie, 21.10.2026

Quiet Ambition: Eine Beförderung muss zum Leben passen

Laut den aufgegriffenen Ergebnissen der Talent-Trends-Studie von Michael Page würden 65 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte in Deutschland eine Beförderung mit Gehaltsplus ablehnen, wenn ihr Wohlbefinden darunter leidet. Wir sprechen über Expertenlaufbahnen und persönliche Karriereziele – und darüber, welche Fragen ihr vor der Übernahme zusätzlicher Verantwortung stellen solltet.

→ Michael Page zu flexiblem Arbeiten und Talent Trends 2026


Alle Quellen auf einen Blick

  1. Metall- und Elektroindustrie: Stand der Tarifverhandlungen – IG Metall, aktualisiert am 19.10.2026
  2. Bundesbesoldung: Gesetz weiter offen – kununu, 20.10.2026
  3. Hessische Allianz für eine gerechte Besoldung – dbb Hessen, 21.10.2026
  4. Tarifrunde DOKOM21: Kein Angebot einer allgemeinen Entgelterhöhung – ver.di, 20.10.2026
  5. Fragen in der Gehaltsverhandlung – Business Punk, 20.10.2026
  6. Entgelttransparenz und Equal Pay – IHK Köln
  7. Arveum Tilda und KI im Recruiting – StartupValley, 22.10.2026
  8. Introducing Claude Duet – Anthropic, 21.10.2026
  9. KI-Agenten und mögliche Unternehmenseinsätze – InSys
  10. Wie mobiles Arbeiten Pendelwege und Wohnorte verändert hat – IAB-Forum
  11. Längeres Pendeln dank Homeoffice – arbeitsblog, 19.10.2026
  12. Homeoffice einschränken: Arbeitsrechtliche Grenzen – Personalwirtschaft, 23.10.2026
  13. Angehörigenpflege und Erwerbstätigkeit – Bertelsmann Stiftung, 20.10.2026
  14. Einordnung des IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radars – IBB, 21.10.2026
  15. Fraunhofer-Studie zu möglichen neuen Arbeitsplätzen – Golem, 21.10.2026
  16. Flexibles Arbeiten und Talent Trends 2026 – Michael Page

Feedback und Kontakt

Was ist euch beim nächsten Karriereschritt am wichtigsten: mehr Gehalt, mehr Flexibilität oder eine passendere Aufgabe? Schreibt uns – Themenwünsche, Kritik und eigene Erfahrungen aus dem Berufs- und Bewerbungsalltag sind willkommen.

Mehr Ratgeber, Gehaltsinformationen und aktuelle Stellenangebote findet ihr auf stellenmarkt.de.

Transkript anzeigen

00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Karriere News hier auf stellenmark.de.

00:00:20: Wir sind in der Kalenderwoche dreiundvierzig, heute geht es um festgefahrene Tarifgespräche neue KI-Werkzeuge im Bewerbungsprozess und die Frage wie sich Beruf und Privatleben besser vereinbaren lassen.

00:00:34: Zum Schluss schauen wir darauf, warum viele Beschäftigte ein Branchenwechsel scheuen und eine Beförderung längst nicht für jeden das wichtigste Karriereziel ist.

00:00:43: Aber los geht es mit dem Thema Gehalt!

00:00:47: In der Metall- und Elektroindustrie bleiben die Positionen vor der nächsten Verhandlungsrunde weit auseinander.

00:00:53: Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate hinzukommen – eine soziale Komponente für niedrige Einkommen und auszubildende sowie Forderungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

00:01:05: in gut laufenden Unternehmen soll es außerdem eine tarifliche Gewinnbeteiligung geben.

00:01:10: Die Arbeitgeber haben die Forderung bislang zurückgewiesen und kein eigenes Angebot vorgelegt.

00:01:16: Die erste Verhandlungsrunde begann bereits Anfang Oktober.

00:01:19: Die aktuelle Nachricht ist also der anhaltende Stillstand vor der zweiten Runde, die am siebundzwanzigsten Oktober startet.

00:01:26: Die Friedenspflicht endet am einund dreißigsten oktober.

00:01:29: Danach sind Warnstreiks möglich – gleichzeitig bleibt die Lage innerhalb der Branche unterschiedlich.

00:01:34: Schwächeren Auto- und Zulieferbetrieben stehen besser ausgelastete Unternehmen anderer Industriezweige gegenüber.

00:01:42: Wenn ihr in dieser Branche arbeitet, dann lohnt sich also ein genauer Blick auf die Lage eures Betriebs und jeweils geltenden Tarifregelungen.

00:01:49: Ein fehlendes Angebot bedeutet noch keinen Abschluss ohne Lohnerhöhung für eure Finanzplanung solltet ihr aber zwischen der Forderung der Gewerkschaft und einem tatsächlich vereinbarten Gehaltsplus unterscheiden.

00:02:00: Auch im öffentlichen Dienst bleibt die Bezahlung ein Konfliktthema.

00:02:05: Die endgültige gesetzliche Regelung der Bundesbesoldung steht weiter aus.

00:02:10: Abschlagszahlungen und die geplante Übertragung von Tariferhöhungen ersetzen dabei nicht die abschließende gesetzlichen Klärung, umstritten sind unter anderem die Berücksichtigung eines möglichen Partnereinkommens.

00:02:24: Parallel haben sich in Hessen am einundzwanzigsten Oktober vier Verbände zur hessischen Allianz für eine gerechte Besoldung zusammengeschlossen.

00:02:32: Die beiden Entwicklungen betreffen unterschiedliche Ebenen, die Debatte beim Bund und die Interessenvertretungen in Hessen sollten deshalb getrennt betrachtet werden.

00:02:39: Gemeinsam ist ihnen die Forderung nach nachvollziehbaren und verlässlichen Besoldungsregeln.

00:02:45: Wenn ihr einen Wechsel in den öffentlichen Dienst plant, dann klärt zuerst ob es um eine Tarifstelle oder eine Beamtenstelle geht und welcher Dienste her zuständig ist.

00:02:53: Für eure Kalkulation zählen die konkret geltenden Tabellen Zuschläge- und Auszahlungsregeln.

00:02:59: Eine angekündigte Anpassung solltet ihr erst dann festeilen planen wenn ihre Voraussetzungen auch geklärt sind.

00:03:05: Beim regionalen Telekommunikationsunternehmen DOCOMM'I sind die Tarifgespräche nach Angaben von Verdi ohne ein Angebot für eine allgemeine Entgelderhöhung gestartet.

00:03:15: Der Arbeitgeber verwies auf die wirtschaftliche Lage, statt eines festen Plusstand eine an finanzielle Unternehmensziele gekoppelte Ausschüttung aus dem Bereich der Leistungszulagen im Raum.

00:03:26: Verdi brach die erste Runde vorzeitig ab und fordert für den nächsten Termin am zweiten November ein verbessertes Angebot.

00:03:33: Damit geht es in dieser Auseinandersetzung auch um die Struktur der Vergütung – wie viel Einkommen ist dauerhaft gesichert?

00:03:38: Und welcher Teil hängt vom Geschäftserfolg ab?

00:03:41: Aus diesem Einzelnen Konflikt lässt sich allerdings noch kein allgemeiner Gehaltstrenn für die gesamte Telekommunikationsbranche ableiten.

00:03:50: Schaut bei einem Stellenangebot also auf die Aufteilung zwischen Festgehalt und variablen Bestandteilen, fragt nach Zielvorgaben und danach wer ihre Erreichungen beeinflussen kann.

00:04:01: Ein möglicher Bonus bietet euch für laufende Ausgaben weniger Planungssicherheit als ein verbindliches Grundgehalt.

00:04:08: Wer über sein Gehalt nachdenkt, schaut oft auch nach einer neuen Stelle.

00:04:12: Doch wie Unternehmen Bewerbung prüfen und Erstgespräche führen verändert sich gerade sehr stark und dabei spielen sowohl neue Transparenzregeln als auch KI eine Rolle.

00:04:22: da haben wir auch schon in den letzten Ausgaben immer wieder mal drüber gesprochen Was habt ihr bisher verdient?

00:04:29: Diese Frage kann eine Gehaltsverhandlung stark prägen.

00:04:33: Wer bislang unterbezahlt war, nimmt den niedrigen Ausgangswert unter Umständen zum nächsten Arbeitgeber mit.

00:04:39: Die EU entgelt Transparenzrichtlinie.

00:04:42: die setzt genau hier an.

00:04:43: sie sieht vor dass Arbeitgebers nicht nach der bisherigen Gehaltsentwicklung fragen dürfen und rechtzeitig über das Einstiegsgehalt oder dessen Spanne informieren müssen.

00:04:54: Die Umsetzungsfrist endete am siebten Juni, für die konkrete Rechtslage in Deutschland ist jedoch zwischen den Richtlinienvorgaben ihrer nationalen Umsetzung und öffentlichen bzw.

00:05:06: privaten Arbeitgebern zu unterscheiden.

00:05:08: Ein pauschales Verbot mit identischer unmittelbarer Wirkung für alle Unternehmen wäre deshalb zu weitgehend!

00:05:21: Bereitet eure Gehaltsvorstellung anhand der Aufgaben eurer Erfahrungen und vergleichbarer Stellen vor.

00:05:26: Ihr könnt das Gespräch damit auf den Wert der neuen Position lenken.

00:05:30: Klärt neben dem Jahresgehalt auch Arbeitszeit, variabel Vergütung oder Zusatzleistung, damit ihr Angebote sinnvoll vergleichen könnt!

00:05:38: Das Münchner Startup AVium stellt mit Tilda eine KI-Recruiterin vor, die strukturierte Sprachinterviews direkt im Browser führt.

00:05:47: Die Fragen sollen sich an der ausgeschriebenen Stelle und dem Lebenslauf orientieren – unklare Angaben können so bereits im Erstgespräch angesprochen werden.

00:05:57: Anschließend erhalten die Personalverantwortlichen eine aufbereitete Auswertung.

00:06:02: Nach der Darstellung des Anbieters soll die Bewertung auf dem Inhalt der Antworten beruhen und Merkmale wie Geschlecht, Herkunft oder Stimmklang ausklammern.

00:06:12: Die entgültige Entscheidung bleibt allerdings bei Menschen – das beschreibt den Anspruch des Produktes.

00:06:16: Ob ein konkretes System tatsächlich fair bewertet, lässt sich daraus allein aber noch nicht ableiten.

00:06:22: Dafür kommt es unter anderem auf die eingesetzten Kriterien.

00:06:29: Übt also eure Erfahrungen an konkreten Beispielen zu erklären.

00:06:33: Was war eure Aufgabe, wie seid ihr vorgegangen und welches Ergebnis habt ihr erzielt?

00:06:37: Das hilft auch bei einem KI-gestützten Interview!

00:06:40: Ihr müsst dafür keine künstliche Sprache verwenden, achtet auf verständliche Antworten und fragt bei Bedarf nach, wie eure Angaben verarbeitet werden.

00:06:50: Entropic hat mit Claude Duot einen proaktiven KI-Agenten vorgestellt.

00:06:54: Er kann Informationen aus verbundenen Anwendungen zusammenführen, auf wichtige Vorgänge hinweisen und übertragene Aufgaben im Hintergrund bearbeiten.

00:07:04: Der Staat erfolgt als Forschungsvorschau über eine Warteliste für Pro- und Maxabonnenten in den USA.

00:07:10: vor bestimmten Aktionen etwa dem Versand von Nachrichten ist eine Freigabe vorgesehen.

00:07:16: Für Personalabteilung sind da mit Anwendungen wie die Vorbereitung von Stellenanzeigen oder die Organisation von Informationen durchführbar.

00:07:26: Auch das Sortieren von Bewerbungen, oder das Vorbereiten von Rückfragen wäre ein mögliches Einsatz-Szenario.

00:07:33: Solche Anwendung sind jedoch von den bereits bestätigten Produktfunktionen zu unterscheiden.

00:07:39: Gestaltet eure Unterlagen also übersichtlich und verwendet klare Angaben zur Station Aufgaben und Kenntnissen.

00:07:46: Eine gut lesbare PDF mit auswählbarem Text erleichtert die Verarbeitung.

00:07:50: Ob im Hintergrund ein bestimmter Agent arbeitet, könnt ihr meist nicht wissen.

00:07:54: Umso wichtiger sind nachvollziehbare Inhalte und stimmige Angaben.

00:07:59: Ja und nach dem Bewerbungsprozess kommt der Arbeitsalltag und dort stellt sich für viele die Frage wie flexibel ein Job eigentlich ist.

00:08:08: Das zeigt sich beim Pendeln bei der Rückkehr ins Büro und besonders dann wenn Angehörige Pflege brauchen.

00:08:15: Eine aktuelle IAB-Untersuchung zeigt, wie sich Wohn- und Arbeitsorte seit der Pandemie auseinander entwickelt haben.

00:08:22: Bei Büroberufen stieg die durchschnittliche Entfernung zwischen Wohnungen und Arbeitsplatz von siebenundzwanzig Komma fünf Kilometern vor zwei Tausend Zwanzig auf ein dreißig Kilometer Ende zweitausend Dreiundzwantig.

00:08:34: Über alle Beschäftigten hinweg nahmen Sie von sechsundzwanzig Komma Fünf auf neunzwanziger Komma fünfe Kilometer zu.

00:08:41: Eine mögliche Erklärung, wer seltener ins Büromus akzeptiert für die verbleibenden Präsenztage auch eine größere Distanz.

00:08:48: Dadurch kommen Arbeitgeber infrage, die bei täglichen Anwesenheit schwer erreichbar wären.

00:08:54: aus einer längeren Entfernung allein lässt sich allerdings noch nicht auf mehr wöchentliche Pendelzeit schließen.

00:08:59: entscheidend ist auch wie oft jemand tatsächlich fährt Berechnet bei einem weiter entfernten Job, also die Belastung für eine typische Woche.

00:09:08: Wie viele Präsenztage sind vereinbart?

00:09:10: Was kosten die Fahrten und wie viel Zeit brauchen sie?

00:09:13: Ein attraktives Angebot kann deutlich an Wert verlieren wenn sich die Anwesenheit später erhöht.

00:09:19: Verlässliche Absprachen sind deshalb besonders wichtig.

00:09:24: Kann ein Arbeitgeber Homeoffice einfach streichen.

00:09:26: Ein aktueller Beitrag in der Personalwirtschaft beleuchtet die Grenzen solcher Anforderungen.

00:09:32: Maßgeblich sind unter anderem der Arbeitsvertrag mögliche Zusatzvereinbarungen, Betriebsvereinwahrung und die Interessen der Beteiligten.

00:09:40: Das Weisungsrecht des Arbeitgebers ist dabei kein unbegrenzter Freibrief.

00:09:45: Besonders wichtig ist ob mobiles Arbeiten verbindlich zugesagt wurde und unter welchen Voraussetzungen die Vereinbarung geändert oder wiederrufen werden kann.

00:09:54: Auch die Beteiligungsrechte des Betriebsrats können eine Rolle spielen, insbesondere bei technischen Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle.

00:10:03: Ob eine konkrete Rückkehr an Ordnung wirksam ist hängt vom Einzelfall ab.

00:10:07: aus einer ungenauen Formulierung lässt sich deshalb weder automatisch ein dauerhaftes Homeoffice recht noch dessen vollständiger Wegfall ableiten.

00:10:16: Lasst euch daher bei einem neuen Job möglichst konkret erläutern, wie viele mobile Arbeitstage vereinbart sind und welche Änderungen möglich bleiben.

00:10:24: Wenn ihr bereits eine Rückkehr an Ordnung erhalten habt prüft zuerst eure Vereinbarung.

00:10:29: Beim Konflikt können Betriebsrat, Gewerkschaft oder eine arbeitsrechtliche Beratung helfen die Situation einzuordnen!

00:10:37: Die Pflege von Angehörigen wirkt sich zunehmend auf die Erwerbstätigkeit aus.

00:10:42: Eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung und der Prognos AG beziffert die pflegebedingten Einschränkungen für im Jahr zwanzig auf rechnerisch rund einhundertvierundachtzigtausend Vollzeitstellen.

00:10:54: bis zweitausendfünfundvierzig könnte dieser Wert auf zweihundertneunzwanzigtausends steigen.

00:11:00: Gemeint ist das zusammengefasste Arbeitsvolumen, dass durch Arbeitszeit Reduzierung oder ein Ausstieg aus dem Beruf entfällt.

00:11:07: Die Zahl ist nicht mit der Anzahl betroffener Menschen gleichzusetzen.

00:11:11: Besonders häufig übernehmen Frauen die Pflege – für Beschäftigte kann das bedeuten eine Weiterbildung zu verschieben, Stunden zu reduzieren oder auf einen beruflichen Wechsel zu verzichten.

00:11:21: Für Unternehmen wird damit auch die Unterstützung pflegender Mitarbeiter zur einer Frage der Personalbindung.

00:11:27: Familienfreundlichkeit umfasst eben auch die Versorgung älterer Angehöriger.

00:11:33: Wenn Pflege in eurer Familie absehbar wird, informiert euch frühzeitig über Unterstützung und betriebliche Angebote.

00:11:39: Klärt welche flexiblen Arbeitszeiten und Entlastungen möglich sind.

00:11:43: bezieht bei einer längerfristigen Reduzierung der Arbeitszeit – auch die Auswirkungen auf Einkommen- und Altersvorsorge in eure Planung ein!

00:11:53: Flexibilität beeinflusst also längst die Wahl des Arbeitgebers.

00:11:56: Zum Abschluss geht es um die größeren Karriereentscheidungen, wann lohnt sich ein Branchenwechsel?

00:12:02: Wie wirken politische Rahmenbedingungen auf Jobs und muss der nächste Schritt überhaupt eine Beförderung sein?

00:12:10: Ja das IAB linkt in den Branchenwechselradar weißt laut einer aktuellen Einordnung des Weiterbildungsanbieters IBB auf eine geringe Dynamik beim Wechsel zwischen Branchen hin.

00:12:23: Beschäftigte bleiben häufig in ihrem bisherigen Umfeld, obwohl sich die Nachfrage nach Arbeitskräften zwischen den Wirtschaftszweigen verschiebt.

00:12:31: Unsicherheit über die Konjunktur und der Wunsch nach einem sicheren Vertrag können dafür Gründe sein.

00:12:37: Für die Interpretation ist wichtig.

00:12:39: ein solches Radar bildet eine bestimmte Datenbasis ab.

00:12:44: es beschreibt nicht automatisch jede beschäftigten Gruppe gleich gut.

00:12:49: Die geringe Wechselaktivität ist außerdem keine pauschale Empfehlung, den eigenen Job zu kündigen.

00:12:54: Sie wirft vielmehr die Frage auf ob Beschäftigte ihre Möglichkeiten außerhalb der vertrauten Branche kennen und welche Hürden einen Wechsel im Weg stehen?

00:13:06: Prüft am besten, welche Eurer Fähigkeiten auch in anderen Branchen gefragt sind.

00:13:11: Projektsteuerung, Kundenbetreuung oder technische Problemlosungen können sich übertragen lassen.

00:13:16: Ihr könnt zunächst Stellenanzeigen vergleichen und gezielt eine Qualifikationslücke schließen Und so erweitert ihr eure Option ohne sofort auf eine neue Stelle eingehen zu müssen.

00:13:28: Eine Fraunhofer-Studie lenkt den Blick auf den Zusammenhang zwischen europäischen Umweltvorgaben und industriellen Beschäftigungschancen.

00:13:38: Nach der Analyse könnten veränderte politische Rahmenbedingungen das entstehen von bis zu dreihundertvierzigtausendneuen Arbeitsplätzen gefährden.

00:13:47: Im Mittelpunkt stehen diskutierte Änderung europäischer Vorgaben und ihre möglichen Auswirkungen auf Investitionen.

00:13:54: Die Zahl beschreibt ein Szenario für mögliche neue Stellen, für die Bewertung kommt es auf die Annahmen dem betrachteten Zeitraum An.

00:14:05: die Meldung zeigt aber, warum für die Zukunft einer Branche neben den Produkten und Kunden auch politische Entscheidungen wichtig sein können.

00:14:13: Auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen dass durch solche politischen Entscheidungen neue Stellen entstehen können.

00:14:19: Man denke nur an die zahlreichen Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien und den entsprechenden Zulieferern.

00:14:28: fragt bei einem möglichen Arbeitgeber also nach den Zukunftsprojekten.

00:14:32: Welche Produkte sollen wachsen, wie werden Investition finanziert und wie stellt sich das Unternehmen auf veränderte Vorgaben ein?

00:14:40: Daraus lässt sich keine sichere Jobprognose ableiten – ihr bekommt aber einen besseren Eindruck davon, wie belastbar die Strategie hinter einer ausgeschriebenen Stelle ist!

00:14:51: Mehr Verantwortung und ein höheres Gehalt gelten ja oft als logischer nächster Karriere Schritt.

00:14:57: Die Ergebnisse der Talent Trends Studie zeichnen ein differenzierteres Bild.

00:15:02: sixty-fünf Prozent der befragten Fach und Führungskräfte in Deutschland würden eine Beförderung mit Gehaltsplus ablehnen, wenn ihr Wohlbefinden darunter leidet.

00:15:12: Zugleich werden eine hohe grundsätzliche Offenheit für neue Stellen und eine deutlich kleinere Gruppe aktiv Jobsuchender beschrieben.

00:15:21: Und dafür steht der Begriff Quiet Ambition, also stille Ambition.

00:15:25: beruflicher Ehrgeiz kann auch bedeuten fachlich besser zu werden eine interessante Expertenrolle zu übernehmen oder mehr Einfluss auf die eigene Arbeitszeit zu gewinnen.

00:15:35: Die Befragung einer bestimmten Zielgruppe sollte dabei nicht ohne weiteres auf alle Arbeitnehmer übertragen werden.

00:15:41: Überlegt vor dem nächsten Karrierschritt also, was ihr tatsächlich gewinnen möchtet.

00:15:46: Mehr Gehalt kann wichtig sein ebenso eine passende Aufgabe oder planbare Freizeit.

00:15:51: Fragt bei einer Beförderung deshalb nach der erwarteten Arbeitszeit den Entscheidungsbefugnissen und den verfügbaren Ressourcen Und so könnt Ihr beurteilen ob die neue Rolle zu eurem Zielen passt.

00:16:03: Ja, das waren die Karriere-News der Kalender Woche dreiundvierzig.

00:16:07: Die Themen dieser Woche zeigen wie wichtig verlässliche Vereinbarungen und eine gute Vorbereitung sind bei der Bezahlung im Bewerbungsprozess und bei der Organisation des Arbeitsalltags.

00:16:18: Schaut bei euren nächsten Schritten genau hin, frag nach und behaltet eure eigenen Ziele im Blick.

00:16:23: Weitere Karrieretipps und passende Stellen findet ihr aufstellenmarkt.de.

00:16:28: Danke jetzt fürs zuhören!

00:16:30: Und dann bis zum nächsten Mal.

00:16:32: Tschüss!

00:16:32: Euer Christian.

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