210.000 Euro Nachzahlung wegen Equal Pay Gap: die Karrieremagazin-News der Woche, 27. August 2026
Shownotes
Am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg ist ein jahrelanger Rechtsstreit zu Ende gegangen. Eine Managerin aus der mittleren Führungsebene von Daimler Truck hatte gegen ihren Arbeitgeber geklagt, weil sie weniger verdiente als männliche Kollegen auf derselben Hierarchieebene. Das Gericht hat ihr eine Nachzahlung von rund 210.000 Euro zugesprochen, für den Zeitraum von 2018 bis 2022.
Links zur Episode
- Equal-Pay-Urteil Daimler Truck: SWR
- Tarifabschluss Einzelhandel NRW: verdi.de
- Beamtenbesoldung 2026: news4teachers.de
- Künstliche Schönheit auf Bewerbungsfotos: haufe.de
- Stellenbezeichnung als Recruitingproblem: haufe.de
- Duales Studium bei Volkswagen: volkswagen-karriere.de
- Job-Hugging: ad-hoc-news.de
- KI-Entlastungstage im Bankensektor: personalwirtschaft.de
- Psychische Erste Hilfe bei der Deutschen Bahn: db-training.de
- AI Ninjas bei der Otto Group: otto.de
- ifo-Beschäftigungsbarometer August 2026: ifo.de
- Recruiting der Zukunft (Expertenrunde): personalwirtschaft.de
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Transkript anzeigen
00:00:10: Und herzlich willkommen zum Karrierenews Podcast hier auf stellenmarkt.de, eure wöchentlichen KarriereNews und mein Name ist Christian.
00:00:21: Schön dass ihr dabei seid!
00:00:23: Ja, ganz kurz was euch in dieser Folge erwartet.
00:00:26: Ein Gericht in Baden-Württemberg hat einer Managerin zweihundertzehntausend Euro Gehaltsnachtzahlung zugesprochen und die begründet dahinter ist für alle interessant, die in den nächsten Monaten über ihr Gehalt verhandeln.
00:00:39: danach geht es um den Tarifabschluss im Einzelhandel, um Bewerbungsfotos die vielleicht mehr Spur zugut sind und es geht um einen Trend, der Jobhugging heißt sowie um die Frage in welchen Branchen ein Wechsel gerade riskant ist.
00:00:54: Ja das wäre so ein Überblick über unsere heutige Ausgabe.
00:00:59: ich freue mich dass ihr dabei seid.
00:01:00: und ja legen wir los mit der Hauptmeldung und zwar geht es um das sogenannte Equal Pay-Urteil bei Daimler.
00:01:11: Am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg ist ein jahrelanger Rechtsstreit zu Ende gegangen.
00:01:16: Eine Managerin aus der mittleren Führungsebene von Daimler Truck hatte gegen ihren Arbeitgeber geklagt, weil sie weniger verdiente als männliche Kollegen auf derselben Hierarchie-Ebene und das Gericht hat ihr eine Nachzahlung von sage und schreibe zweihundertzehntausend Euro zugesprochen für den Zeitraum von zwei tausend achtzehn bis zweitausend zwanzig.
00:01:37: Das ist schon eine Hausnummer.
00:01:39: Die eigentliche Nachricht steckt aber gar nicht mal in der Summe, sondern in der Frage wie das Gericht auf diese Summe überhaupt gekommen ist und genau da wird es für euch relevant denn ganz egal ob ihr in einem Konzern arbeitet oder in einem Betrieb mit dreißig Leuten.
00:01:55: Es zeigt, dass da auf jeden Fall etwas möglich ist wenn ihr euch ungerecht behandelt
00:01:59: fühlt.".
00:02:00: Die Klägerin hatte ursprünglich gefordert das mit mir das Gehalt des best bezahlten männlichen Kollegen auf ihrer Ebene zahlt.
00:02:06: diese Forderung hat das Gericht zwar abgewiesen Gleichzeitig hat das Gericht aber festgestellt, dass Daimler Truck die gesetzliche Vermutung einer geschlechtsbezogenen Benachteiligung nicht entkräften konnte.
00:02:17: Das Unternehmen hatte mit individueller Leistungen argumentiert und damit strukturelle Ungleichbehandlung gebe, aber beides hat das Gericht nicht überzeugt.
00:02:27: Ja und jetzt kommt der Punkt auf den es ankommt für die Berechnung der Nachzahlungen hat das gericht nämlich nicht das Spitzengehalt herangezogen sondern dass Median entgelt der männlichen Vergleichsgruppe.
00:02:39: Der Median das bedeutet, dass die Hälfte der männliche Kollegen mehr und die andere Hälfe weniger verdienen.
00:02:45: Das heißt das ist der Wert der genau in der Mitte liegt, dass Durchschnittswert.
00:02:53: Und damit hat das Gericht eine Rechenregel festgelegt, an der sich zukünftige Verfahren orientieren könnten – nicht das absolute Maximum ist hier in dem Maßstab sondern die Mitte der Vergleichsgruppe und dass es realistischer ist für Unternehmen kalkulierbarer und genau deshalb wird es sich wahrscheinlich auch durchsetzen.
00:03:13: Das Landesarbeitsgericht hat außerdem keine Revision zugelassen.
00:03:17: Es bedeutet, rechtskräftig.
00:03:20: Das Aktenzeichen ist zwei SA-Fürzehn, vierundzwanzig falls ihr das selbst einmal recherchieren wollt.
00:03:26: wir werden es euch aber auch in den Show Notes noch hinterlegen.
00:03:29: ja was heißt das jetzt konkret für euch als Arbeitnehmerinnen Arbeitnehmer?
00:03:35: Das Argument dass ein Kollege oder eine Kollegin mehr verdiene weil die Person einfach härter verhandelt hat das verliert damit an Bedeutung.
00:03:44: über Jahre war das ja die Standarderklärung für Gehaltsunterschiede in außer-tariflichen Positionen.
00:03:50: ein rechtskräftiges Urteil, dass dieser Erklärung mich folgt.
00:03:53: Das ist ein Werkzeug das sich in Gehaltsgesprächen dann auch anwenden lässt und man muss es nicht einmal aussprechen dafür sondern das steht jetzt einfach so im Raum.
00:04:04: Zweitens, und das ist der praktische Teil.
00:04:07: Ihr habt in Betrieben ab zweihundert Beschäftigten einen Auskunftsanspruch nach dem Geldtransparenzgesetz.
00:04:14: Ihr könnt also nachfragen wie hoch das mittlere Entgelt der Vergleichsgruppe des jeweils anderen Geschlechts in der Tätigkeit ist die ihr ausübt?
00:04:22: Und genau diese Zahl ist dann der Wert den das Gericht in einem solchen Fall zur Grundlage machen kann.
00:04:29: Wer diese Auskunft einholt, bevor in die Verhandlung geht hat dann auch eine ganz gute Datengrundlage.
00:04:38: sozusagen auf der anderen Seite des Tisches sitzen, also Führungskräfte und Leute aus der Personalabteilung.
00:04:44: Für sie steigt der Druck die eigenen Gehaltsstrukturen von sich aus durchzurechnen.
00:04:50: wenn der Median der Vergleichsgruppe zum juristischen Maßstab wird dann mit er auch zur faktischen Untergrenze bei Neueinstellungen.
00:04:58: und ja da braucht man nicht gut in Mathe zu sein um daraus ablesen zu können dass der Mediantan damit nach und nach steigen wird.
00:05:05: Es ist deutlich günstiger, das jetzt sauber aufzuräumen als es später in einem Verfahren klären zu müssen indem es dann um hohe Nachzahlung geht wie im aktuellen Fall.
00:05:16: Ja und eine Einordnung die soll auch noch nicht unerwähnt bleiben, das ist ein Einzelfall vor einem Landesarbeitsgericht und kein Grundsatzurteil des Bundesarbeits Gerichts.
00:05:27: Es entsteht daraus keinen Automatismus nachdem jetzt jede Gehaltslücke einfach nachgezahlt werden muss.
00:05:33: der Weg dorthin haben wir auch gesagt er war lang.
00:05:37: es hat Jahre gedauert was sich verändert hat.
00:05:40: dass ist die Verhandlungsposition aber nicht die Rechtslage insgesamt.
00:05:45: und dennoch also wenn Ihr in den nächsten Monaten Gehaltsgespräche führt, dann ist die Frage nach dem Median auf jeden Fall eine gute Frage.
00:05:56: Kommen wir zur weiteren Kurzmeldungen zum Thema Gehalt!
00:05:59: zunächst zum Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen.
00:06:02: Nach monatelang Verhandlungen und einer Menge Warnstreiks haben sich Verdi und der Handelsverband in Nordrein Westfalen geeinigt, der Abschluss gilt für rund siehunderttausend Beschäftigte in NRW und gilt als Pilotabschluss für die fünf Komma.
00:06:15: zwei Millionen Menschen, die bundesweit im Handel arbeiten.
00:06:18: nach drei Nullmonaten steigen die Gehälter rückwirkend zum ersten August zweitausend sechsundzwanzig um drei Prozent ab dem Ersten Mai zwei tausend siebenund zwanzig gibt es dann nochmal mehr.
00:06:28: Die Laufzeit beträgt ca.
00:06:29: twenty-fünf Monate, der tarifliche Mindeststundenlohn klettert auf vierzehn Euro zwanzig und ein Jahr später auch vierzehnt Euro neunzig.
00:06:37: Verdi war mit sieben Prozent in die Verhandlung gegangen.
00:06:39: Die Arbeitgeber sprachen oder sprechen von einem schmerzhaften Kompromiss.
00:06:42: Beide Seiten sind unzufrieden was in Tarifrunden meistens bedeutet dass die Mitte ganz gut getroffen wurde.
00:06:49: Aber der eigentliche Haken, der liegt woanders.
00:06:51: Nämlich im Jahr zwanzig arbeiteten bundesweit nur noch dreiundzwanzig Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel in tarifgebundenen Unternehmen.
00:06:59: In der Gesamtwirtschaft sind es noch immerhin neunvierzig Prozent.
00:07:03: und ja der beste Tarifabschluss, der nutzt nichts wenn der Arbeitgeber ihn nicht anwendet.
00:07:09: wer sich also im Handel bewirbt Der sollte zumindest mal die Frage nach der Tarifbindung stellen.
00:07:16: Auch bei der Beamtenbesoldung gibt es Neues.
00:07:17: Im öffentlichen Dienst zahlen die Länder gerade sehr unterschiedlich aus, Schleswig-Holstein legt vier Prozent zum Januar im Jahr für das Jahr und wirken drei Komma zwei Prozent für den Jahr und weitere dreieinhalb Prozent für das Jahre.
00:07:31: Berlin hat die Erhöhung von drei Prozent mit den August Bezügen wirksam gemacht und dafür eine eigentlich für den Jahresjahr.
00:07:40: Bremen zahlt rückwirkend bis Januar, zwei tausends vierundzwanzig zusätzliche zweikommer fünf Prozent nach.
00:07:46: Das kostet das Land rund einhundert zwanzig Millionen Euro.
00:07:50: Hintergrund sind Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Besoldung.
00:07:55: die GEW weist auf eine unangenehme Nebenwirkungen.
00:07:59: hingestellte Lehrkräfte machen die gleiche Arbeit profitieren von diesen Anpassungen, aber nicht.
00:08:05: Über ein ganzes Berufsleben summiert sich der Abstand zwischen angestellten und beamteten Lehrkräften auf bis zu zweihundertfünftigtausend Euro.
00:08:14: Wer im öffentlichen Dienst arbeitet und die Wahl hat sollte diesen Unterschied kennen.
00:08:20: Ja zum Thema Bewerbung haben wir auch einige Meldungen dabei.
00:08:23: zunächst einmal Zuschöne Bewerbungsfotos, die können schaden.
00:08:29: Es wurde untersucht in einer Studie dass die Wirkung von Bildern, die künstlich geschönt wurden eher negativ ist.
00:08:40: gemeint sind per KI retuschierte Bilder und deutlich sichtbare Eingriffe die das Gesicht betreffen.
00:08:47: Das Ergebnis fällt hier relativ eindeutig aus, wer ein solches Foto einreicht hat im Auswahlprozess schlechtere Karten als jemand mit einem natürlichen Bild.
00:08:57: Ein Vorteil bringt die Hochglanzoptik in keinen der untersuchten Fälle.
00:09:02: Erklären lässt sich das über die sogenannte Augenscheinvalidität.
00:09:06: Ein Auswahlverfahren muss auf den Betrachter glaubwürdig wirken.
00:09:10: Ein Bild, das offensichtlich bearbeitet ist, das weckt Misstrauen vielleicht auch nur ungebust.
00:09:15: Und ja, dieses Misstrauen überträgt sich dann auf die gesamte Bewerbung.
00:09:19: Diese Empfehlung ist jetzt nicht besonders spektakulär aber sie funktioniert.
00:09:24: also ein gutes Licht professioneller Fotograf keine Filter und dann steigen die Chancen.
00:09:32: Kreative Job-Titel sind tot.
00:09:33: Der Coding Ninja, der Retail Yeady, der Chief Happiness Officer mag Analysen zeigen dass diese Titel im Recruiting gescheitert sind und der Grund ist banal eine Stellenanzeige bekommt keine Bewerbung wenn jemand nach dem Titel sucht und das gleiche Problem entsteht bei sehr speziellen Fachbezeichnungen wie dem Pack Mittel Technologen unter dem sich junge Leute schlicht gar nichts vorstellen können.
00:09:59: Und für dich gilt das genauso nur in die andere Richtung.
00:10:03: Dein Profil bei LinkedIn oder Xinc wird von Software gelesen, bevor es ein Match sieht und ein Supply Chain Rockstar taucht in keinem Matching auf – ein Projektmanager Logistik dagegen schon!
00:10:14: Dazu kommt der Trend zum kompetenzbasierten Recoding.
00:10:17: Unternehmen schauen zunehmend auf einzelne Fähigkeiten statt auf frühere Drop Bezeichnungen.
00:10:22: Schreibt deshalb deine Skills konkret und einzeln in den Lebenslauf und verstecke sie nicht im Fließtext.
00:10:29: Die News gibt es auch zum dualen Studium für im Jahr ist für alle, die selbst vor der Studienwahl stehen oder jemandem zu Hause haben.
00:10:38: Volkswagen hat zum ersten August die Bewerbungsportale für die dualen Studienplätze mit Start im August, twenty-sevenundzwanzig geöffnet.
00:10:46: Unter anderem für Wolfsburg, Hannover, Emden und Braunschweig.
00:10:49: Bewerbungsschluss ist der dreißigste April, zwei tausendzehnt zwanzig.
00:10:53: Für kaufmännische Studiengänge wird ein Abiturschnitt von mindestens zwei Komma vier erwartet für technische Einstädte von zwei Koma sieben Und Die Vergütung liegt bei eintausend vierhundert einen Eure Fünfzig Im Monat ab dem Ersten Jahr.
00:11:07: Und die Recruiting-Uhr der Konzerne, die läuft rund ein bis anderthalb Jahre vor dem eigentlichen Studienstart.
00:11:13: Wer im Sommer anfängt zu suchen ist zu spät.
00:11:17: Das heißt also ihr soll da rechtzeitig... Einsteigen, komme zum Bereich Berufsleben und hier zum sogenannten Jobhugging.
00:11:26: In den letzten Jahren nach Corona.
00:11:28: da war Jobhopping das große Thema.
00:11:30: alle ein bis zwei Jahre wechseln im städt dreißig prozent mehr gehalten.
00:11:33: mitnehmen Das hat sich aber gedreht.
00:11:36: der Trend des Jahres zweitausend sechsundzwanzig heißt JobHugging und er beschreibt Beschäftigte die sich an ihren Arbeitsplatz klammern auch wenn sie unzufrieden sind.
00:11:45: Nach Zahlen von Xinc und Forza ist das eindeutig.
00:11:48: Sechzig Prozent bleiben demnach trotz wachsender Erschöpfung in ihrem Job, die Wechselbereitschaft ist auf ein Rekord-Tie von vierunddreißig Prozent gefallen.
00:11:57: Während nur fünfunddreißig Prozent mit ihrem Job sehr zufrieden sind.
00:12:00: für acht von zehn Beschäftigten wiegt Sicherheit derzeit schwerer als die Chance auf einen Aufstieg und nachvollziehbar ist es durchaus riskant ist aber ebenso.
00:12:10: Wer nämlich aus Angst in einer Position bleibt, die ihn unterfordert verliert über die Jahre an Marktwert ohne es zu merken.
00:12:16: und wenn du dich in dieser Lage wiedererkennst, dann nutze die Zeit aktiv.
00:12:20: Schöpfe Weiterbildungsbudget aus Bauekontakte auf führe ein offenes Gespräch über neue Aufgaben im eigenen Haus und abwarten ist die einzige Variante bei der sich garantiert nichts verbessert.
00:12:35: KI-Entlastungstage im Bankensektor.
00:12:38: Im Oktober beginnen Berlin die Tarifverhandlung für die privaten Banken und der Deutsche Bank angestellten Verband geht mit einer ungewöhnlichen Forderung hinein, zusätzliche freie Tage als Ausgleich für den Einsatz von KI.
00:12:51: Die Begründung ist aus arbeitspsychologischer Sicht interessant.
00:12:55: KI übernimmt die einfache Routineaufgaben, also zum Beispiel das Abgleichen von Daten, Sortieren von Mails oder auch Erstellen von Präsentationen.
00:13:03: Übrig bleibt das Anspruchsvolle und damit verschwinden auch die kleinen mentalen Verschnaufpausen, die diese Routini-Tätigkeiten bisher mit sich gebracht haben.
00:13:13: Der Arbeitsalltag besteht dann aus einer durchgehenden Kette schwerer Entscheidungen, abends fühlt man sich leerer als früher.
00:13:20: Der Arbeitgeberverband lehnt diese Forderung ab und verweist auf eine Studie nach der fifty-fünfzig Prozent der bankangestellten KI nicht als Entlastung empfinden.
00:13:29: Wer KI nutzt berichtet dort sogar über höhere Zufriedenheit.
00:13:33: Und wie die Verhandlung dann ausgeht, das weiß niemand.
00:13:37: Die Frage dahinter betrifft aber jeden der mit diesen Tools arbeitet.
00:13:41: Wenn die natürlichen Pausen im Arbeitsalltag wegfallen Dann muss man sie sich selbst wieder einbauen.
00:13:49: Psychische erste Hilfe bei der Deutschen Bahn.
00:13:52: Die Deutsche Bahn hat psychische erste Hilfe fest in ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement eingebaut.
00:13:58: In mehrtägigen Seminaren lernen Führungskräfte, HR-Personal und Betriebsräte Warnzeichen früh zu erkennen Gespräche ohne Stigmatisierung zu führen und Betroffene an die richtigen Stellen weiterzuleiten.
00:14:09: Der Bedarf ist da.
00:14:10: jeder zweite Auszubildende gibt an psychisch belastet zu sein.
00:14:14: Für deine eigene Karriereplanung steckt darin ein Hinweis wenn du Richtung Teamleitung willst dann gehört diese Kompetenz künftig ins Anforderungsprofil genau wie die Budgetplanung.
00:14:26: Ja, kommen wir zum Blockkarriere.
00:14:28: Auch da haben wir einige interessante Meldungen dabei zb AI Ninjas bei der Auto Group Der Hamburger Handelskonzern.
00:14:35: schuldauszubildende und dualstudierende gezielt im praktischen Einsatz von KI ausdrücklich auch die kaufmännischen Nachwuchskräfte ohne IT-Hintergrund.
00:14:44: In Bootcamps lernen Sie den Umgang mit dem hauseigenen OG GPT, mit Microsoft Co-Pilot und Power Automat.
00:14:52: Dazu Prozessanalyse & Change Management.
00:14:55: Danach gehen sie zurück in ihre Fachbereiche, in den Einkauf, die Kommunikation, in Ihre Vision und bauen dort gemeinsam mit den Kollegen kleine KI Assistenten für die eigenen Abläufe!
00:15:06: Und daraus kann man eine Erkenntnis mitnehmen, die für jedes Alter gilt.
00:15:11: Die gefragte Qualifikation ist nicht nur das Trainieren eigener Modell.
00:15:16: Gefragt ist die Übersetzungsleistung.
00:15:18: Wer zum Beispiel erkennt welcher zeitfressende Prozess im eigenen Team sich automatisieren lässt und es dann umsetzt macht sich unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.
00:15:30: Das IFO-Beschäftigungsbarometer ist im August auf ninety vier Komma acht Punkte gestiegen, nachdem der Wert im Juli bei drei Neunzig Komma Null Punkten gelegen hatte.
00:15:40: und das ist der höchste Stand seit über einem Jahr.
00:15:43: Bevor jetzt allerdings Aufbruch Stimmung ausbricht Timo Wollmershäuser vom IFO Instituts Ort hat es so ein dass in Deutschland weiterhin mehr Arbeitsplätze abgebaut als geschaffen werden.
00:15:54: die Unternehmen bremsen beim Abbau sie stellen aber nicht mehr ein.
00:15:59: Interessant ist der Blick in die Branchen.
00:16:01: In der Industrie hat der Stellenabbau an Tempo verloren, geplant wird er aber trotzdem weiter.
00:16:06: Der Handel schneidet erstmals deutlich schlechter ab als die Industrie.
00:16:09: Dort überwiegen die Pläne für einen deutlichen Personalabbau Bei Dienstleistungen und im Bau halten sich Aufbau- und Abbau die Waage.
00:16:18: Ja für euch heißt das ein Wechsel aus der Industie in den Handel Führt gerade vom Regen in die Traufe Und die stabileren Bereiche liegen in spezialisierten Dienstleistung in der IT in der Pflege und im öffentlichen Dienst.
00:16:33: Ja, dann noch etwas zum Thema Bewerbungsparadox.
00:16:36: bei einer Expertenrunde des Fachmagazins Personalwirtschaft wurde ein Widerspruch beschrieben den viele Unternehmen gerade erleben.
00:16:44: durch KI-gestützte Einglickbewerbung bekommen sie so viele Bewerbung wie nie und finden trotzdem niemanden.
00:16:50: Die Gründe liegen laut den Experten oft im Unternehmen selbst, überfrachtete Anforderungsprofile drei Stellen in eine gepackt und Recruiter die in Arbeit ersticken.
00:17:00: Weshalb Prozesse ewig dauern und Kandidaten ohne Rückmeldung bleiben.
00:17:04: Das bedeutet für euch erstens setzt im Lebenslauf und im Gespräch alles auf nachweisbare Fähigkeiten mit konkreten Beispielen denn genau darauf bewegt sich das Recruiting zu und zweitens nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit eines Unternehmens als Testlauf.
00:17:20: Wer für eine Terminbestätigung braucht, arbeitet intern genauso.
00:17:27: Das war es für diese Woche mit den Karriere-News hier auf stellenmarkt.de und wenn ich euch eins mitgeben soll dann das die Gehaltsfrage wird gerade auf einen neuen Prüfstand gestellt.
00:17:40: Ein Median, eine Tariftabelle, eine Auskunft nach dem Geldtransparenzgesetz – das sind Zahlen die ihr euch besorgen könnt bevor ihr ins nächste Gespräch geht und ein Gespräch mit Zahlen als Datengrundlage.
00:17:53: Das läuft ganz anders als eins mit Bauchgefühlen!
00:17:57: Alle Quellen zu den Meldungen findet ihr in den Show Notes und wenn euch die Folge geholfen hat dann abonniert doch einfach den Podcast.
00:18:06: Nächste Woche gibt es dann wieder die wichtigsten News aus der Arbeitswelt hier im Karrieremagazin von stellenmarkt.de.
00:18:14: Ja und bis dahin gilt einfach macht was draus!
00:18:17: Tschüss, euer Christian.
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